Treffen der Präsidentinnen und Präsidenten 2026


Am traditionellen Treffen des FAV der Präsidentinnen und Präsidenten der Mitglierverbände nahmen auch der Vorstand, die Mitglieder der Arbeitgeberkammer und das Team des FAV im Saal de la Grenette in Freiburg teil. Zu den Gästen zählten auch Vertreterinnen und Vertreter der Raiffeisenbanken des Kantons Freiburg, die diesen Anlass unterstützt haben. Das jährliche Treffen bietet eine wertvolle Gelegenheit, sich auszutauschen, aktuelle Herausforderungen in den verschiedenen Branchen zu diskutieren und gemeinsam einen geselligen Moment zu verbringen.

Nach der Begrüssung durch den FAV-Präsidenten Patrick Gendre übernahm Domagoj Arapovic, Senior Economist bei Raiffeisen Schweiz, das Wort. In seinem Referat beleuchtete er die wirtschaftlichen Perspektiven vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten.

Seine Analyse zeigte die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft sowie erste Anzeichen einer konjunkturellen Erholung auf, insbesondere in der Industrie und im Export. Nach einer schwierigen Phase deuten verschiedene Indikatoren auf eine allmähliche Belebung der Wirtschaftstätigkeit hin – auch bei den KMU. Darüber hinaus stellen die Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz einen wichtigen Treiber des weltweiten Wirtschaftswachstums dar und könnten die Produktivität auch künftig weiter steigern.
Die Entwicklung zeigt jedoch ein differenziertes Bild. Zwar haben sich die Aussichten verbessert, doch die Unternehmen spüren die Auswirkungen der Erholung noch nicht umfassend. Die Nachfrage bleibt uneinheitlich und die Margen der KMU stehen weiterhin unter Druck, insbesondere aufgrund der gestiegenen Energie- und Transportkosten. Auch die geopolitischen Unsicherheiten, die Spannungen auf den Energiemärkten und die Inflationsaussichten dürften die Wirtschaft in den kommenden Monaten weiter beschäftigen.

Neben der konjunkturellen Lage kamen auch die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union zur Sprache. Patrick Gendre unterstrich die Bedeutung, den bilateralen Weg zu sichern und weiterzuentwickeln. Dabei hob er die Tragweite der Bilateralen III für die Unternehmen und insbesondere für die KMU hervor. Denn auch Unternehmen, die nicht direkt nach Europa exportieren, können von Geschäftspartnern oder Kunden abhängig sein, die auf diesen Märkten tätig sind. Den Wirtschaftsverbänden kommt deshalb eine wichtige Rolle zu: Sie sollen die konkreten Auswirkungen dieser Abkommen aufzeigen und zu einer sachlichen, faktenbasierten Diskussion beitragen.

Beim anschliessenden Apéro und gemeinsamen Essen bot sich den Teilnehmenden Gelegenheit, die Gespräche zu vertiefen und den persönlichen Austausch zu pflegen.