CarbonScope: ein neues Instrument zur Unterstützung der Dekarbonisierung von Freiburger Unternehmen und Institutionen


Mit CarbonScope ist ein neuer CO₂-Rechner online. Das kostenlose und benutzerfreundliche Tool ermöglicht es Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitseinrichtungen, ihre CO₂-Bilanz zu erstellen und ihren Weg zur Dekarbonisierung zu strukturieren.

Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft kann eine Herausforderung darstellen, insbesondere für Organisationen mit begrenzten Ressourcen. Eine aktuelle Umfrage von CleanTechAlps zeigt, dass 55 % der Unternehmen Unterstützung bei ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen wünschen. Gleichzeitig nannten sie finanzielle Aspekte als mögliches Hindernis.

Der CO₂-Rechner CarbonScope ist benutzerfreundlich, kostenlos, vollständig webbasiert und bietet damit eine Lösung für dieses Problem. Er stützt sich auf den methodischen Referenzrahmen des GHG Protocol und verwendet die vom Bund bereitgestellten Emissionsfaktoren.

Das Tool ermöglicht die Erstellung einer CO₂-Bilanz, die Simulation von Szenarien sowie die jährliche Nachverfolgung der Ergebnisse. Die CO₂-Bilanz dient als Ausgangspunkt für die Erstellung eines Fahrplans zur Dekarbonisierung. Artikel 5 des Bundesgesetzes über die Ziele im Klimaschutz, die Innovation und die Stärkung der Energiesicherheit (KlG) verpflichtet Unternehmen, einen solchen Fahrplan auszuarbeiten und ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Netto-Null zu senken. Der Fahrplan ist zudem Voraussetzung, um beim Bund ein Gesuch um finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen einzureichen.

Unternehmen können CarbonScope eigenständig nutzen. Um den Einstieg zu erleichtern, organisieren die Handels- und Industriekammer Freiburg (HIKF) und der Freiburgische Arbeitgeberverband (FAV) im Jahr 2027 drei Workshops. An diesen Workshops lernen die Unternehmen die Funktionen von CarbonScope kennen und erhalten praktische Unterstützung bei den ersten Schritten.

CarbonScope wurde vom Amt für Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen WattEd im Rahmen des kantonalen Klimaplans entwickelt.