Am 22. September organisierte der FAV mit «Gesundheit & Politik» das erste Treffen seines Gesundheitsnetzwerks, an dem Berufsverbände, Behörden sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik teilnahmen. Ziel war es, einen Raum für den direkten Dialog über die Realitäten der Praxis und die aktuellen Herausforderungen des Freiburger Gesundheitssystems zu schaffen.
Nach der Einführung durch die Direktion des FAV und den Koordinator des Gesundheitsnetzwerks ergriffen die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Berufsgruppen nacheinander das Wort, um ihre Rolle, ihre Anliegen und ihre Perspektiven darzulegen.
Valentin Dagon, Präsident der Gruppe der Freiburger Optiker und Optometrie (GFOO), ging insbesondere auf die Rolle der Optikerinnen und Optiker sowie der Optometristinnen und Optometristen im Versorgungsprozess ein und erläuterte die Entwicklungen des Berufs in den Bereichen Ausbildung und Regulierung. Jeremy de Mooij, Präsident der Freiburger Apotheker Gesellschaft (FApG), zeigte das Potenzial der Apotheken als niederschwellige Anlaufstelle im Gesundheitssystem auf, insbesondere in den Bereichen Triage, Prävention und Patientensteuerung.
Marie-Pierre Bognuda, Präsidentin von physiofribourg, beleuchtete die vielfältigen Tätigkeitsfelder der Physiotherapie, aber auch die wirtschaftlichen und tariflichen Rahmenbedingungen, mit denen der Berufsstand konfrontiert ist. Alexandre Affolter, Präsident von mfe – Haus- und Kinderärzte Freiburg, wies seinerseits auf die Fragen rund um die Nachwuchssicherung und die Aufrechterhaltung einer gut zugänglichen medizinischen Grundversorgung hin. Julien Michlig, Präsident der SSO Freiburg, erläuterte die Situation in der Zahnmedizin und betonte die Bedeutung ihrer Einbindung in die kantonalen Diskussionen über die Gesundheitsversorgung. Schliesslich legte Dr. Anouk Osiek Marmier, Präsidentin von Médecins Fribourg – Ärztinnen und Ärzte Freiburg (MFÄF), die wichtigsten Herausforderungen dar, mit denen die Freiburger Ärzteschaft konfrontiert ist.
Über die spezifischen Besonderheiten der einzelnen Berufsgruppen hinaus kristallisierten sich mehrere gemeinsame Themen heraus: Personalmangel und Nachwuchssicherung, geeignete Rahmenbedingungen, eine angemessene Anerkennung der Leistungen, Patientenwege sowie eine bessere Koordination zwischen den Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens.
Die zahlreichen Fragen und Diskussionen zeigten das grosse Interesse an einem direkten Austausch zwischen Fachpersonen und Entscheidungsträgern. Bei einem anschliessenden Stehlunch wurde die Veranstaltung in ungezwungener Atmosphäre fortgesetzt und bot Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zur Vernetzung.
Diese erste Veranstaltung markiert eine neue Etappe für das Gesundheitsnetzwerk des FAV. Weitere Treffen sind vorgesehen, um den Dialog fortzuführen, die Synergien zwischen den Berufsgruppen zu stärken und den Realitäten der Praxis bei den Überlegungen zur Zukunft des Freiburger Gesundheitssystems stärker Gehör zu verschaffen.




















