Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!»: ein positiver Entscheid für die Unternehmen
Die Arbeitgeberkammer und der FAV begrüssen die Ablehnung der Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!». Dieses Ergebnis bestätigt das Bekenntnis der Bevölkerung zu einer pragmatischen Vorgehensweise bei der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum und den Beziehungen zur Europäischen Union.
Für die Wirtschaft stellte diese Initiative ein erhebliches Risiko für den bilateralen Weg und den Zugang der Schweizer Unternehmen zu den von ihnen benötigten Fachkräften dar. Da viele Branchen bereits jetzt Schwierigkeiten haben, qualifiziertes Personal zu finden, hätte eine Annahme der Initiative die Rekrutierungsproblematik weiter verschärft und mehrere wichtige Wirtschaftsbereiche geschwächt.
Die Arbeitgeberkammer erinnert daran, dass die mit dem Bevölkerungswachstum einhergehenden Herausforderungen, insbesondere in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Infrastruktur, ausgewogen angegangen werden müssen, ohne die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Frage zu stellen, die zu Wohlstand und Beschäftigung beitragen.
Änderung des Zivildienstgesetzes: eine begrüssenswerte Klarstellung
Die Arbeitgeberkammer und der FAV begrüssen die Annahme der Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst.
Die Revision bestätigt den Grundsatz, wonach der Zivildienst eine aus Gewissensgründen beanspruchte Ausnahme und keine frei wählbare Alternative zum Militärdienst darstellt. Der Entscheid trägt zudem zum reibungslosen Funktionieren der Institutionen und zu verlässlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen bei.
Konsequenzen und Aussichten
Für die Arbeitgeberkammer und den FAV wird mit der Ablehnung der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!», die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft gestärkt, insbesondere im Hinblick auf den Zugang zu Fachkräften und die Beziehungen zur Europäischen Union. Die Annahme der Änderung des Zivildienstgesetzes ist zudem ein positives Signal für klare und vorhersehbare institutionelle Verhältnisse.
Die Arbeitgeberkammer und der FAV werden sich weiterhin für Rahmenbedingungen einsetzen, die es den Unternehmen ermöglichen, zu wachsen, zu investieren und die benötigten Fachkräfte einzustellen. Sie werden auch weiterhin Lösungen fördern, die die Herausforderungen des Bevölkerungswachstums mit den Bedürfnissen der Schweizer Wirtschaft in Einklang bringen.