Am 18. Mai organisierten die Handels- und Industriekammer des Kantons Freiburg (HIFK), die Fédération Patronale et Économique (FPE) sowie der Freiburger Arbeitgeberverband (FAV) gemeinsam eine Informations- und Austauschveranstaltung bei Sottas SA in Bulle. Im Mittelpunkt stand die eidgenössische Abstimmung vom 14. Juni zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!».
Unter dem Titel «Die Schweizer Wirtschaft und die Chaos-Initiative» versammelten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, darunter Bundesrat Ignazio Cassis und Staatsrat Olivier Curty, sowie verschiedene Akteurinnen und Akteure der Freiburger Wirtschaft.


Im Rahmen der verschiedenen Redebeiträge wurden mehrere zentrale Themen aufgegriffen: der Arbeitskräftemangel, die demografische Alterung, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die Beziehungen zur Europäischen Union sowie die Zukunft des bilateralen Wegs.
In seiner Ansprache erinnerte Bundesrat Ignazio Cassis daran, dass der Wohlstand der Schweiz historisch auf drei Säulen beruhe: Offenheit, Stabilität und Vorhersehbarkeit – und dies in einem zunehmend zerklüfteten und unsicheren internationalen Umfeld. Er betonte die Bedeutung solider Beziehungen zu den Wirtschaftspartnern der Schweiz sowie stabiler Rahmenbedingungen für Freihandel und Export.
Der Bundesrat räumte ein, dass der Migrationsdruck und die mit dem Bevölkerungswachstum verbundenen Herausforderungen – insbesondere in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Infrastruktur – nicht ignoriert werden dürften. Gleichzeitig rief er dazu auf, die Situation gesamthaft zu betrachten, und erinnerte daran, dass die Schweizer Wirtschaft stark von ausländischen Arbeitskräften und stabilen Beziehungen zu ihren europäischen Partnern abhänge.
Staatsrat Olivier Curty verwies seinerseits auf die sehr konkreten Folgen, welche diese Initiative für die Freiburger Unternehmen haben könnte. Angesichts des bereits heute ausgeprägten Fachkräftemangels in mehreren Branchen unterstrich er, dass zahlreiche


Eine Podiumsdiskussion mit Patrick Gendre, Verwaltungsratspräsident des FAV, Nadine Gobet, Direktorin der FPE und Nationalrätin, sowie zwei Freiburger Unternehmensleitern bot anschliessend konkrete Einblicke in die praktischen Herausforderungen der Unternehmen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere die Schwierigkeiten bei der Rekrutierung, der Bedarf an qualifiziertem Personal, die Risiken einer strengeren Einwanderungsbeschränkung sowie die Frage der Vorhersehbarkeit und Stabilität für KMU.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie stark diese Abstimmung die Schweizer Wirtschaft, die regionalen Unternehmen sowie die Rahmenbedingungen für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation unmittelbar beeinflussen könnte