GV 2026 des FAV: Wachstum und Anpassung an neue Herausforderungen


Das Wachstum des Verbandes, neue Mandate, Berufsbildung sowie das Engagement gegen den Mindestlohn haben das Berichtsjahr 2025 massgeblich bestimmt.

Am 18. Juni trafen sich die Mitglieder des Freiburger Arbeitgeberverbandes (FAV) bei der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR) zu ihrer 79. Generalversammlung. Diese bot Gelegenheit, auf ein Jahr zurückzublicken, das vom Wachstum des Verbandes, der Entwicklung neuer Dienstleistungen und den Herausforderungen geprägt war, mit denen sich die Freiburger Wirtschaft konfrontiert sah.

In seiner Ansprache plädierte Präsident Patrick Gendre angesichts der zahlreichen Unsicherheiten, die die Weltwirtschaft belasten, für einen Ansatz nach dem Motto «Vorsicht, aber kein Stillstand». Er verwies einerseits auf die Herausforderungen, denen sich die Unternehmen gegenübersehen, erinnerte aber andererseits daran, dass Freiburg nach wie vor ein attraktiver Kanton und eine Region der Innovation und des Unternehmertums ist.

Um der Entwicklung seiner Aktivitäten Rechnung zu tragen, hat der FAV Anfang 2026 eine erweiterte Direktion geschaffen. Diese neue Organisationsstruktur zielt darauf ab, die Effizienz und Flexibilität des Verbandes angesichts der stetig zunehmenden und vielfältig werdenden Aufgaben zu stärken.

Das vergangene Jahr war zudem durch die Übernahme neuer Mandate und den Ausbau des Gesundheitsbereichs innerhalb des FAV gekennzeichnet. Diese Dynamik führte insbesondere zur Schaffung des Kompetenzbereichs Gesundheit, der den Austausch und die Synergien zwischen den Akteuren der Branche fördern soll.

Auf politischer Ebene hat sich der Verband mit mehreren für die kantonale und nationale Wirtschaft wichtigen Themen beschäftigt. Insbesondere spielte er eine massgebliche Rolle bei der Kampagne gegen die Einführung eines kantonalen Mindestlohns, der vom Freiburger Stimmvolk im November 2025 abgelehnt wurde. Die Direktion begrüsste zudem die Ablehnung der eidgenössischen Initiative zur Begrenzung der Wohnbevölkerung der Schweiz auf 10 Millionen Menschen, über die wenige Tage vor der Generalversammlung abgestimmt worden war.

Die Berufsbildung bleibt eine strategische Priorität des FAV. Der Verband treibt die Weiterentwicklung der Plattform «Berufsbildung Freiburg» und des Programms «Berufsbildner Freiburg» voran und verstärkt gleichzeitig seine Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden, um die Möglichkeiten des dualen Bildungssystems besser bekannt zu machen.

Den Abschluss der Generalversammlung bildeten die Referate von Staatsrat Romain Collaud und Divisionär Rolf Siegenthaler, die die zunehmende Bedeutung von Sicherheitsfragen für Wirtschaft und Gesellschaft unterstrichen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere die Cybersicherheit, der Schutz kritischer Infrastrukturen sowie die engen Zusammenhänge zwischen Sicherheit, Versorgung und Wirtschaftstätigkeit.