Ein kleines Unternehmen mit grossem Engagement. Die Andrey Landmaschinen AG bildet seit ihren Anfängen Lernende aus. Für Toni Andrey, Firmeninhaber und Ausbildungsverantwortlicher, geht die Weitergabe eines Berufs weit über das Fachliche hinaus. Diese Haltung wurde anlässlich des Herbstauftakts der Unternehmen gewürdigt, als das Unternehmen den Preis als bester Ausbildungsbetrieb in der Kategorie Technik und Mechanik erhielt.
Seit 1966 ist die Ausbildung von Lernenden fester Bestandteil der Unternehmenskultur der Andrey Landmaschinen AG in Düdingen. Sechzig Jahre ununterbrochene Wissensvermittlung in einer Branche im technologischen Wandel. Das auf Landmaschinen und Motorgeräte spezialisierte Unternehmen beschäftigt sechs Mitarbeitende und bildet durchgehend zwei Lernende aus. Der Ausbildungszyklus ist etabliert: Die Lehre dauert vier Jahre, alle zwei Jahre beginnt eine neue Lernende oder ein neuer Lernender. Ein bewährter Rhythmus – Qualität steht stets vor Quantität. Die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten gestaltet sich unproblematisch. «Der Beruf der Landmaschinenmechaniker/-in ist abwechslungsreich und attraktiv. Wir erhalten regelmässig Anfragen für Schnupperlehren», erklärt Toni Andrey. Diese Schnupperlehren sind zentral: Sie ermöglichen Jugendlichen, den Beruf praxisnah kennenzulernen, und dem Betrieb, frühzeitig die Eignung der Interessierten zu beurteilen. Nach der Einstellung werden die Jugendlichen in eine überschaubare, aber effiziente Struktur integriert. Lernende im dritten Lehrjahr begleiten die neuen Lernenden als erste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Schon in den ersten Wochen führen sie einfache Arbeitsaufgaben selbstständig aus, bevor die Tätigkeiten schrittweise anspruchsvoller werden.
Wissen weitergeben – weit über das Fachliche hinaus
Für Toni Andrey bedeutet Ausbilden mehr als die Vermittlung von Fachwissen. «Die Weitergabe von Wissen an junge Menschen ist für die Gesellschaft entscheidend und umfasst nicht nur berufliche Inhalte. Während der Berufslehre werden auch menschliche und allgemeine Werte vermittelt», betont er. Seine Motivation? «Die Zukunft gehört der Jugend. Gut vorbereitet zu sein
heisst, Herausforderungen zu erkennen, sich ihnen zu stellen und die Zukunft aktiv zu gestalten.» Gleichzeitig ist er sich der täglichen Herausforderungen bewusst: das passende Profil zu finden, die Begeisterung über vier Jahre zu erhalten, zu fordern, ohne zu überfordern. «Das bedeutet einen erheblichen Aufwand an Betreuung und gezielter Unterstützung. Gleichzeitig ist es eine Quelle der Freude und Dankbarkeit, wenn der Erfolg sichtbar wird.» In einer Branche in einem sich rasch wandelnden technischen Umfeld geht die Herausforderung über den betrieblichen Rahmen hinaus. «Ohne Grundausbildung gibt es keinen qualifizierten Nachwuchs. Weiterbildung ist unerlässlich, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten», sagt der Firmenchef. Dieses langjährige Engagement wurde vom FAV gewürdigt. «Es ist eine Anerkennung für jahrzehntelange Ausbildung und Begleitung junger Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben», so Toni Andrey. Die Reaktion des Teams? «Wir waren sehr überrascht, dankbar und auch ein bisschen stolz.» Ein verdienter Stolz für einen Betrieb, der Jahr für Jahr zeigt: Berufsbildung ist eine Investition, keine Einschränkung.

- Gründungsjahr des Unternehmens: 1966
- Anzahl Beschäftigte: 6
- Anzahl Lernende: 2
- Tätigkeitsbereich: Landmaschinen und Motorgeräte
- Verantwortlich für die Berufsausbildung: Toni Andrey