Die Unterstützungsmassnahmen


Kurzarbeit. Erwerbsausfallentschädigung. Härtefälle. In diesem Artikel finden Sie alle Informationen zu den verschiedenen Massnahmen. Die letzten Neuigkeiten betreffend der KAE. Das Schweizer Parlament hat im März beschlossen, die Ankündigungsfristen bis zum 31. Dezember 2021 aufzuheben. In diesem Artikel des Amtes für den Arbeitsmarkt erhalten Sie eine Übersicht über die Situation und über die notwendigen Schritte für die Beantragung von Kurzarbeitsentschädigung.

Massnahmen des Bundes: Entscheidungen des Parlaments vom März 2021

Voranmeldefrist: Aufhebung ab dem 20. März 2021

Ab dem 20. März 2021 und bis am 31. Dezember 2021 muss keine Voranmeldefrist (normalerweise 10 Tage) mehr beachtet werden. Die Voranmeldefrist wird rückwirkend ab dem 1. September 2020 aufgehoben.

Die Voranmeldefrist kann rückwirkend für alle Betriebe aufgehoben werden, die seit dem 1. September 2020 (Beginn der bewilligten Kurzarbeit) eine Voranmeldefrist beachten mussten. Die Betriebe können von ihrer Arbeitslosenkasse für die entsprechenden Tage Kurzarbeitsentschädigung erhalten. Bereits erteilte Bewilligungen werden nur geändert, wenn der Betrieb dies bis spätestens 30. April 2021 beantragt.

Das Vorgehen sieht wie folgt aus:

  1. Die Änderung erfolgt nicht automatisch. Der Betrieb reicht das Gesuch um rückwirkende Änderung mithilfe des Formulars, das vom SECO auf der Website arbeit.swiss (ab dem 20. März) bereitgestellt wird, bis spätestens 30. April 2021 beim Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) ein. Wird diese Frist nicht eingehalten, verliert der Betrieb seinen Anspruch darauf, den Beginn der Kurzarbeit rückwirkend ändern zu lassen.
  2. Das Gesuch muss elektronisch eingereicht werden juridique.spe@fr.ch

Achtung: Die eintägige Karenzfrist, die vom Arbeitgeber zu tragen ist, wird auf den 1. April 2021 wieder eingeführt. Diese war rückwirkend ab dem 1. September 2020 bis am 31. März 2021 aufgehoben worden.

Verlängerung der Bewilligungsdauer von 3 auf 6 Monate

Ab dem 20. März 2021 sind die Bewilligungen für Kurzarbeit sechs Monate lang gültig, aber längstens bis am 31. Dezember 2021. Das bedeutet konkret:

  • Die Bewilligungen, die ab Juli 2021 ausgestellt werden, sind nicht mehr sechs Monate gültig, sondern nur bis zum Ende des Jahres 2021.
  • Ab Oktober 2021 werden die Bewilligungen nur noch mit der ordentlichen Gültigkeitsdauer von drei Monaten ausgestellt.

Die Verlängerung der Bewilligungsdauer von Kurzarbeit auf 6 Monate kann vom AMA ebenfalls rückwirkend ab dem 1. September 2020 gewährt werden und zwar für alle Betriebe, die am 1. September 2020 eine Bewilligung für Kurzarbeit hatten. Die Verlängerung muss beim AMA beantragt werden.

Das Vorgehen sieht wie folgt aus:

  1. Die Änderung erfolgt nicht automatisch. Der Betrieb reicht das Gesuch um rückwirkende Änderung mithilfe des Formulars, das vom SECO auf der Website arbeit.swiss (ab dem 20. März) bereitgestellt wird, bis spätestens 30. April 2021 beim Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) ein. Wird diese Frist nicht eingehalten, verliert der Betrieb seinen Anspruch darauf, den Beginn der Kurzarbeit rückwirkend ändern zu lassen.
  2. Das Gesuch muss elektronisch eingereicht werden juridique.spe@fr.ch

Bewilligung für Kurzarbeit: Rückwirkend gültig

Das Bundesparlament hat entschieden, dass die Kurzarbeitsentschädigung rückwirkend ab dem 1. September 2020 gewährt werden kann. Diese Massnahme wurde eingeführt, weil die Voranmeldefrist aufgehoben und die Bewilligungsdauer von drei auf sechs Monate verlängert worden ist. Zudem soll die Massnahme den Betrieben, die ihre Voranmeldung nicht rechtzeitig erneuert haben und so keinen ununterbrochenen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung hatten, eine lückenlose Entschädigung ermöglichen. Es sind zwei Situationen möglich:

Situation 1: Von den Schliessungen im Dezember 2020 und Januar 2021 betroffene Betriebe

  • Die Betriebe, die von den ab dem 18. Dezember 2020 angeordneten Schliessungen betroffen sind und keine Bewilligung für Kurzarbeit hatten, können diese rückwirkend ab dem Schliessungsdatum beantragen. Als betroffen gelten die Restaurants (ab dem 22. Dezember 2020) und die Geschäfte mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs (ab dem 18. Januar 2021). Als betroffen gelten auch indirekt betroffene Betriebe, z.B. ein Metzger, der in erheblichem Umfang Restaurants beliefert.
  • Einige Betriebe verfügten zwar zum Zeitpunkt der Schliessung im Dezember 2020 und Januar 2021 über eine gültige Bewilligung, haben diese aber nicht rechtzeitig erneuert und haben somit ebenfalls keinen ununterbrochenen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Um eine Ungleichbehandlung zu vermeiden, können diese Betriebe rückwirkend ab dem Ablauf der vorgängig ausgestellten Bewilligung ein Gesuch einreichen.

Situation 2: Betriebe mit einer gültigen Bewilligung für Kurzarbeit, die jedoch nicht von den Schliessungen im Dezember 2020 und Januar 2021 betroffen sind Betriebe, die weder direkt noch indirekt von den oben genannten Schliessungen betroffen sind oder waren, können ebenfalls die Änderungen der gültigen Bewilligung beantragen.

Das Vorgehen sieht wie folgt aus:

  1. Die Änderung erfolgt nicht automatisch. Der Betrieb muss das Gesuch um rückwirkende Änderung mithilfe des Formulars, das vom SECO auf der Website arbeit.swiss (ab dem 20. März) bereitgestellt wird, beim Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) einreichen. Das Gesuch muss bis spätestens 30. April 2021 eingereicht werden. Wird diese Frist nicht eingehalten, verliert der Betrieb seinen Anspruch darauf, den Beginn der Kurzarbeit rückwirkend ändern zu lassen.
  2. Das Gesuch muss elektronisch eingereicht werden juridique.spe@fr.ch

Hinweise zur Kurzarbeit

Entwicklung des Kreises der Anspruchsberechtigten

 

Die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung wurde von 12 auf 18 Monate verlängert. Diese Änderung ist am 1. September 2020 in Kraft getreten und gilt bis am 31. Dezember 2021.

Seit dem 1. März 2021 werden die Abrechnungsperioden mit einem Arbeitsausfall von über 85 % wieder angerechnet. Es gilt damit wieder die maximale Bezugsdauer von vier Abrechnungsperioden. Diese war rückwirkend ab dem 1. März 2020 bis am 28. Februar 2021 aufgehoben worden.

Vorgehen bei Kurzarbeit: alle Informationen

  1. Füllen Sie das Formular «COVID-19 Voranmeldung von Kurzarbeit» aus. Um Verzögerungen bei der Bearbeitung des Gesuchs zu vermeiden, füllen Sie das Formular bitte vollständig und korrekt aus.
  2. Legen Sie dem Formular das Organigramm des Gesamtbetriebs bei und geben Sie bei Betriebsabteilungen die Personalbestände in den Organisations-Einheiten an.
  3. Senden Sie die Voranmeldung an das AMA: Verwenden Sie dazu die Adresse juridique.spe@fr.ch. Die Voranmeldung kann auch direkt online auf arbeit.swiss eingereicht werden. Der Versand per Post ist ebenfalls möglich. Verwenden Sie dazu folgende Adresse:
Amt für den Arbeitsmarkt – AMA
Rechtsdienst
Boulevard de Pérolles 25
1701 Freiburg

Denken Sie bei der Einreichung Ihres Verlängerungsgesuchs daran, dass die 10-tägige Voranmeldefrist wieder eingeführt worden ist. Sonderfälle bleiben vorbehalten.

Damit die Arbeitslosenkasse, die Sie für die Geltendmachung von Kurzarbeitsentschädigung ausgewählt haben, Ihr Dossier möglichst schnell bearbeiten kann, senden Sie ihr bitte die folgenden Dokumente zu:

  1. Das ausgefüllte, datierte und unterzeichnete Formular «COVID-19 Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung», das Sie auf arbeit.swiss herunterladen können.
  2. Die monatliche Abrechnung der Ausfallstunden, das Buchungsjournal oder den Auszug aus der Arbeitszeiterfassung für die einzelnen Angestellten
  3. Die Lohnabrechnungen des Monats oder den Buchhaltungsauszug mit der Bruttolohnsumme für den betroffenen Monat und die beiden vorherigen Monate
  4. Ein Organigramm (wenn dieses nicht bereits mit der Voranmeldung eingereicht wurde);
  5. Eine Vollmacht (wenn das Gesuch von einer Drittperson eingereicht wurde, z.B. von einem Treuhänder).

Achtung: Dieses vereinfachte Verfahren und das Spezialformular gelten nur für Gesuche um Kurzarbeitsentschädigung, die in Verbindung mit der COVID-19-Pandemie stehen.

Aufgrund der aktuellen Situation sind gescannte Formulare mit einer handgeschriebenen oder digitalen Unterschrift ausnahmsweise zugelassen. Schicken Sie diese Dokumente als PDF-Datei direkt per E-Mail an die Adresse der Arbeitslosenkasse, die im Entscheid des AMA angegeben ist:

>> FER CIFA

Erwerbsausfallentschädigung

Die neue Regelung bezüglich der Erwerbsausfallentschädigung tritt rückwirkend auf den 17. September 2020 in Kraft und ist bis zum 30. Juni 2021 befristet. Die folgenden Personen haben Anspruch auf die COVID-19-Erwerbsausfallentschädigung:

  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Betriebsschliessung (GmbH- oder AG-Inhaber) haben neu auch Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebsschliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung.
  • Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Veranstaltungsverbot (GmbH- oder AG-Inhaber) haben neu auch Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz bei einem behördlichen Veranstaltungsverbot, wenn sie für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten.
  • Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse haben neu auch Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz. Als massgeblich gilt ein Umsatzverlust von mindestens 55 % im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Die Betroffenen müssen die Umsatzeinbusse deklarieren und begründen, wie sie auf Massnahmen zu Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückzuführen ist. Die Angaben werden stichprobenartig überprüft.

Wie wird das Gesuch gestellt?

  • Die betroffenen Personen reichen bei ihrer AHV-Ausgleichskasse ein Entschädigungsgesuch ein.
  • Die entsprechenden Formulare sind auf den Websites der jeweiligen Ausgleichskassen verfügbar.
  • Die Gesuche können ab sofort gestellt werden.

>> FER CIFA

Nützliche Links

Website des AMA: Kurzarbeit im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Website arbeit.swiss: Kurzarbeitsentschädigung

Website des Staats Freiburg (kantonale Finanzhilfen und Plan zur Wiederankurbelung): Coronavirus: Informationen zuhanden der Unternehmen und Angestellten

Website der Wirtschaftsförderung: Infos über Coronavirus