100 Millionen Franken zur Unterstützung der Freiburger Wirtschaft

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100 Millionen Franken zur Unterstützung der Freiburger Wirtschaft

Der Staatsrat hat neue Mittel in der Höhe von 50 Millionen Franken für die Ausarbeitung eines Plans zur Unterstützung der Freiburger Wirtschaft vorgesehen und beschlossen, eine politische Projektorganisation zu schaffen, deren Aufgabe darin besteht, Massnahmen zur Ankurbelung der Freiburger Wirtschaft vorzuschlagen und ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit im Sinne der nachhaltigen Entwicklung zu fördern.

Gleichzeitig hat der Staatsrat in dieser Woche eine neue Serie von Massnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft genehmigt, womit sich die vom Kanton Freiburg für Sofortmassnahmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise bereitgestellten Mittel auf über 48 Millionen Franken belaufen. Mit diesen neuen Entscheidungen im Rahmen des Notfallplans sollen Unternehmen, Selbständige und Medien unterstützt werden. Das Hauptziel besteht darin, Konkurse und Entlassungen zu vermeiden.

Bisher wurden vom Kanton folgende Beträge für die Wirtschaft freigegeben:

  • 8,7 Millionen Franken für die Kulturschaffenden;
  • 2,4 Millionen Franken für Steuererleichterungen;
  • 6 Millionen Franken für den Tourismussektor;
  • 12 Millionen Franken, um die Fixkosten der Wirtschaftssubjekte zu senken;
  • 5,6 Millionen Franken, um Start-ups zu unterstützen und KMU's Beratung und Coaching anzubieten.

 

Das neue Massnahmenpaket, das am Dienstag beschlossen wurde, verstärkt eine bestehende Massnahme zur Senkung der Fixkosten von Unternehmen (+8 Millionen Franken) und beinhaltet eine neue Massnahme zur Unterstützung der Medien in der Höhe von fast 5,4 Millionen Franken.  

Ausdehnung der Massnahmen zu den Miet- und Pachtverträgen für Gewerbeflächen auf die Vermieteter

Am 21. April dieses Jahres hat der Staatsrat ein Budget von 12 Millionen Franken gesprochen, mit der die Fixkosten von Unternehmen gesenkt werden sollen. Dazu wird ein System eingeführt, das es den Mieterinnen und Mietern sowie den Pächterinnen und Pächtern ermöglicht, für ihre Gewerbeflächen während 2 von 3 Monaten keine Miete (ohne Nebenkosten) zu zahlen. Der Staat zahlt eine Monatsmiete falls der Mieter eine Monatsmiete bezahlt und der Vermieter auf eine Miete verzichtet.

Ursprünglich war diese Massnahme für die kleineren Unternehmen gedacht. Nun wird sie im Bereich von 2 Schwerpunkten verstärkt:

  • Eine Ausdehnung der Massnahme auf die Eigentümerinnen und Eigentümer in Form einer staatlichen Übernahme von 2 Monatshypothekarzinsen mit Höchstbeträgen von 2500 Franken bzw. 3500 Franken für Restaurationsbetriebe.
  • Die Erweiterung des Kreises der begünstigten Mieterinnen und Mieter, insbesondere durch die Aufhebung der an den Umsatz gebundenen Obergrenzen und die Möglichkeit, dass ein Wirtschaftssubjekt mehrere Anträge stellen darf, wenn es mehrere gewerbliche Liegenschaften betreibt.
 

Der Betrag zur Finanzierung dieser Massnahme wird somit von 12 Millionen Franken auf 20 Millionen Franken erhöht.

Unterstützung für Jungunternehmen und Unternehmensberatung

Der Staatsrat stellt 5,6 Millionen für die folgenden drei Massnahmen bereit:

Vom Kanton verbürgte Kredite für Jungunternehmen: diese Kredite sind für Jungunternehmen im Kanton Freiburg bestimmt, die nicht oder nicht ausreichend an die vom Bund verbürgten Überbrückungskredite gelangen. Diese vom Kanton verbürgten Kredite von höchstens 250'000 Franken sollen die Jungunternehmen mit liquiden Mitteln versorgen, die sie benötigen um ihre Tätigkeit fortzusetzen.

Beratung und Coaching für Unternehmen: unentgeltliches Beratungs- und Coaching-Angebot für alle Unternehmen, die dies wünschen (ausser Start-ups, die bereits von FriUp beraten werden). 

Beitrag an die Mitgliederbeiträge von Freiburger Clustern: der Staat Freiburg leistet einen Beitrag an die von den Unternehmen gezahlten Mitgliederbeiträge von Freiburger Clustern für das Jahr 2020 (einschliesslich der Beiträge von nicht Freiburger Mitgliedern). 

Um in den Genuss dieser Massnahmen zu gelangen, müssen die Unternehmen die festgelegten Kriterien erfüllen. Auf der Website der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF) sind die entsprechenden Kriterien und Verfahren aufgeführt.

 

Die Freiburger Wirtschaftskrise in Zahlen

  • 6'700 Anträge auf Kurzarbeit bearbeitet
  • 60'000 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • 25 Millionen Franken Auszahlungen durch die Öffentliche Arbeitslosenkasse.
  • 5'000 bis 6'000 bearbeitete Anträge auf Erwerbsausfall
  • 10 und 12 Millionen Franken: Erwebsaufallentschädigungen für März und April.
  • 9'400 registrierte Stellensuchende, fast 2000 mehr als im letzten Jahr zur gleichen Zeit.
  • 400 Millionen Franken: geschätztes finanzielles Engagement des Kantons Freiburg zur Bewältigung der durch die Pandemie verursachten Krise im Zeitraum von 2020 bis 2022 (gemäss ersten Hochrechnungen)

 

 

Dokument

 

>> Medienmitteilung - 8. Mai 2020

 

Kontakte

 

  • Wirtschaftsförderung: 026 304 14 00 oder contact form | Boulevard de Pérolles 25 | 1701 Freiburg. Das Büro ist für Besucher geschlossen.
  • Hotline Wirtschaft und Unternehmen: 026 304 14 10 (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr)

 

Informationen
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  • 8 Mai 2020
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Der Freiburger Arbeitgeberverband (UPCF) verwaltet zurzeit 60 Berufsverbände, 16 Sekretariate für überbetriebliche Kurse, verschiedene Lehraufsichtskommissionen und ist in 7 paritätischen Kommissionen vertreten. Ausserdem sind die Verbandssekretäre in der Lage, Fragen in Bezug auf das Arbeitsrecht, die Wirtschaft und soziale Aspekte zu beantworten.

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