Die Freiburger Unternehmen des Baugewerbes können KAE beanspruchen

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Die Freiburger Unternehmen des Baugewerbes können KAE beanspruchen

Aufgrund der grossen Gesundheitsrisiken auf den Baustellen, ist es heute unmöglich, die Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) auf einem Grossteil der Freiburger Baustellen zu gewährleisten. In Anbetracht dieser Lage beabsichtigt die Mehrheit der Unternehmen des Baugewerbes die Arbeiten auf den Baustellen einzustellen und den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) geltend zu machen – dieser Anspruch wurde vom Amt für den Arbeitsmarkt (AMA) gutgeheissen und vom SECO bestätigt.
 
Am vergangenen 18. März haben die Freiburger Sozialpartner den Staatsrat aufgefordert, die Baustellen, die den Massnahmen des Bundesamtes für Gesundheit nicht entsprechen, unverzüglich zu schliessen. Seitdem sind sich die Unternehmen des Baugewerbes über Folgendes einig: Es ist praktisch unmöglich, die Einhaltung der Hygienemassnahmen für die auf den Baustellen tätigen Arbeitnehmer zu gewährleisten.
 
Das AMA und die Sozialpartner möchten daran erinnern, dass jedes in der Baubranche tätige Unternehmen verantwortlich für die Einhaltung der Massnahmen ist. Seit heute Dienstag, 24. März, hat der Bundesrat die SUVA offiziell beauftragt, strenge Kontrollen durchzuführen und jede Risikosituation dem kantonalen Arbeitsinspektorat zu melden. Die Sozialpartner stehen ebenfalls zur Verfügung, um jegliche Verfehlung gegen die vom BAG erlassenen Massnahmen festzustellen. Wenn ein Unternehmen die Einhaltung der Hygienemassnahmen nicht mehr gewährleisten kann, ist es verpflichtet, die Arbeiten auf der betreffenden Baustelle sofort einzustellen. Das Unternehmen kann dann sofort einen Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) stellen.
 
Nach dem Appell der Sozialpartner in der letzten Woche bestätigte Staatsrat Oliver Curty Folgendes: «Die im Baugewerbe tätigen Unternehmen haben Anspruch auf die Gewährung der Kurzarbeitsentschädigung, falls die Hygienemassnahmen auf den Baustellen, auf denen diese Unternehmen Arbeiten ausführen lassen, nicht gewährleistet werden können.» Heute Nachmittag hat das SECO diesen Standpunkt bestätigt. Die Einreichung der Anträge für Kurzarbeitsentschädigung (KAE) wurden zudem erleichtert und der Bearbeitungsprozess wurde beschleunigt: «Wir tun alles, um schnellstmöglich über die eingegangenen Anträge zu entscheiden. Die Voranmeldefrist für KAE wurde von 10 auf 3 Tage verkürzt und wir haben das Personal verstärkt» führt Charles de Reyff, Dienstchef beim Amt für den Arbeitsmarkt, weiter aus. Konkret ist es für die Unternehmen möglich, die Kurzarbeitsentschädigungen (KAE) ab dem 4. Tag nach Einreichung des Antrags zu erhalten. In den letzten Tagen wurden bereits mehr als 800 der rund 2500 beim Kanton eingegangenen Anträge bearbeitet. Sie wurden grossmehrheitlich genehmigt.
 
Ausgehend von den obigen Ausführungen fordern die Sozialpartner und das AMA alle Unternehmen auf, die Lage aufmerksam zu prüfen und die erforderlichen Entscheide zu treffen. Für alle Fragen und eine allfällige Beratung im Zusammenhang mit den KAE-Anträgen steht eine Telefon-Hotline unter der Nummer 026 305 96 57 zur Verfügung. Weitere Angaben findet man zudem auf der Website www.fr.ch/de/ama sowie auf den Websites der verschiedenen Sozialpartner.
 

Kontakte

Charles de Reyff, Dienstchef beim Amt für den Arbeitsmarkt, 026 305 97 08
Reto Julmy, Direktor FAV, 079 647 02 47
Jean-Daniel Wicht, Freiburgischer Baumeisterverband, 079 262 55 92
Armand Jaquier, Regionalsekretär Unia Freiburg, 079 446 06 03
Ernesto Suarez, Regionalsekretär Syna Freiburg, 078 804 53 59
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  • 24 März 2020
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